Das Pandemie Poesie Projekt

Perlen der lyrischen Leitkultur


Zur Eindämmung der Corona-Infektion sind aktuell die Theater geschlossen, die Bühnen leer. - Da dachten wir vom nana theater, wir nutzen die Zwangspause für ein literarisches Projekt der besonderen Art.

 

Und so veröffentlichen wir hier seit dem 16.03.2020 täglich einen neuen Videoclip mit einem Gedicht, vorgetragen von vielen Künstler*innen aus Bamberg und dem Rest der Republik.


Mehr Informationen zum Projekt und seinen Hintergründen finden Sie unten auf dieser Seite. Dort gibt es auch Links zu den Presseberichten.

 

Und weil Kultur nicht umsonst sein soll, hier unsere Spendenkonten:
www.leetchi.com/c/nana-theater oder
paypal.me/nanatheater

Das Pandemie Poesie Video des Tages

Heute gibt es mal wieder einen absoluten Klassiker im Pandemie Poesie Projekt.
Wie viele andere musste auch ich in der Schule den "Panther" auswendig lernen - und er hat mich so nachhaltig fasziniert, dass ich es bis heute noch kann.
Für uns interpretiert Schauspielerin Johanna Bronkalla Rilkes bekanntestes Gedicht sensibel und eindrucksvoll.

Rainer Maria Rilke

(1875 - 1926):

Der Panther

 

vorgetragen von

Johanna Bronkalla


Das Pandemie Poesie Album

Hier finden Sie unser Archiv mit allen bisherigen Clips:

Seite 1 (Folge 1 - 45)

Seite 2 (ab Folge 46)

Presseecho

Der Bayerische Rundfunk hat schon über unser Projekt berichtet: HIER der Link.

Eine Reportage von inFranken.de gibt es HIER zu lesen.

Und auch Radio Bamberg hat mit Theaterleiter Arnd Rühlmann über das Pandemie Poesie Projekt gesprochen, das Interview finden Sie HIER.

Über das Projekt

Der Hintergrund:

Schon seit Jahren ärgere ich mich immer wieder darüber, wie verschiedene Organisationen und selbsternannte Expert*innen aus verschiedenen politischen Richtungen uns Kulturschaffenden vorschreiben wollen, was Kunst, Satire, Theater etc. darf und was nicht.
Am meisten beunruhigt mich dabei, wie rechtspopulistische und reaktionäre Vereinigungen und Politiker*innen regelmäßig versuchen, die Kunst- und Satirefreiheit zu beschneiden oder selbst maßregelnd in den Theater- und Kulturbetrieb einzugreifen. Das alles stets unter dem Vorwand, die deutsche (bzw. abendländische) Kultur beschützen zu wollen - vor wem oder was auch immer.

Bei den meisten dieser „Kulturpatriot*innen“ hat man allerdings den Eindruck, dass sie von der (Leit-)Kultur, die sie da angeblich verteidigen wollen, überhaupt gar keine Ahnung haben. So mancher Text von Schriftsteller*innen der Weltliteratur von Goethe bis Tucholsky dürfte heute einen ähnlichen Shitstorm verursachen wie vor einigen Monaten das Spottliedchen des WDR „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“.

So kam ich auf die Idee für ein zutiefst konservatives Projekt - denn die Dichtung ist tatsächlich ein bedrohtes Kulturgut: Es geht darum, Werke von Meister*innen der deutschen Literatur davor zu bewahren, in der Vergessenheit zu verschwinden. Und dabei zu zeigen, dass die Inhalte dieser Werke in vielen Fällen auch heute noch so spannungsgeladen sind, dass sie den rechtskonservativen „Kulturwächter*innen“ oft gar nicht gefallen dürften.

Das Projekt:

In den kommenden Wochen wollen wir also (wenn uns das gelingt) täglich ein Video auf unserem YouTube-Kanal veröffentlichen, in dem ein Gedicht vorgetragen wird, und dabei zeigen, dass Lyrik witzig, zeitkritisch, provokant, berührend, sexy, albern, politisch und kontrovers sein kann.

 

Zum Schutze des Urheberrechts werden nur Texte von Autor*innen aufgenommen, die bereits vor mehr als 70 Jahren verstorben sind. Manche der teilnehmenden Künstler*innen steuern auch eigene Texte bei.

So verschieden und vielseitig wie die ausgewählten Gedichte sind auch die Mitwirkenden. Schauspieler*innen, Autor*innen, Musiker*innen und Kulturschaffende aus anderen Bereichen steuern Beträge zum Projekt bei. Bisher sind u.a. Tanja Kinkel, Nora Gomringer, Ursula Gumbsch, Thomas Kastura,  Rolf Böhm, Birgit Süß und Andrea Pancur mit von der Partie.

Ich wünsche uns allen gute Unterhaltung und freue mich auf viele spannende Gedichte und Videos!


Wenn Sie uns unterstützen möchten:

Wenn Sie Spaß an unserem „Pandemie Poesie Projekt“ haben, dann dann sagen Sie es doch bitte weiter! Oder posten Sie einen unserer Clips in den sozialen Netzwerken. Wir freuen uns über jede*n Zuschauer*in!

Und falls Sie uns durch die Corona-Krise helfen möchten: Da die Zwangspause auch für uns ein großes finanzielles Problem bedeutet, haben wir ein Online-Spendenkonto eingerichtet:

www.leetchi.com/c/nana-theater

 

Oder Sie können uns per PayPal eine Spende zukommen lassen:

 

PayPal.Me/nanatheater

Jeder Euro hilft uns, damit wir auch in Zukunft Kleinkunst vom Feinsten auf unserer Bühne präsentieren können.

Vielen Dank!

Arnd Rühlmann